Ein funkelnder und leicht gebogener Kühlergrill, eine blankpolierte und noble Kühlerfigur und die rechteckige Plakette mit dem „RR“-Markenemblem: Wer Rolls-Royce hört, denkt meist an eine ganz bestimmte Art von Automobil. Man kennt sie zum Beispiel aus britischen Spielfilm-Klassikern, in denen sich gut situierte Herrschaften umherfahren lassen – so wie Schurke Auric Goldfinger aus dem gleichnamigen James Bond-Streifen von 1964. An dem Edelstatus der Marke Rolls-Royce hat sich bis heute nichts geändert, auf den Straßen sieht man die altehrwürdigen Luxusautos aber im Gegensatz zu modernen Rolls-Royce-Schlitten nicht mehr. Die stehen dafür gut erhalten im Rolls-Royce-Museum in Dornbirn nahe Lindau.

Mehr als 100 Jahre Automobilgeschichte am Bodensee

Automobil-Liebhaber mit Faible für Prunk und Prasserei lassen es sich bestimmt nicht zweimal sagen, dass sie nur eine halbe Autofahrstunde von Lindau nach Dornbirn vom weltgrößten und damit auch bedeutendsten Rolls-Royce-Museum trennt. Dort präsentiert das Unternehmen mehr als 100 Jahre der eigenen Geschichte, die im Jahre 1904 mit einem 10 PS starken Testwagen ihre Anfänge nahm. Ein Meilenstein der Unternehmensgeschichte ist das Spitzenmodell „Phantom“, das 1925 geboren und im Laufe der Jahrzehnte bis heute stetig überarbeitet wurde. Das Motto von Unternehmensgründer F.H. Royce: „Strebe in allem was du tust nach Perfektion. Beginne mit dem Besten das es gibt und verbessere es.“  Deshalb ist der Rolls-Royce Phantom noch immer das Auto mit dem markanten Kühlergrill, an das die Leute denken, wenn sie Rolls-Royce hören.

Die glamourösen Schlitten der Prominenten

Im Rolls-Royce-Museum der österreichischen Stadtgemeinde stehen nicht einfach nur gut erhaltene Modelle von Klassikern wie dem Phantom. In der „Hall of Fame“ des mehrgeschossigen Gebäudekomplexes werden die Schlitten exponiert, in denen blaues Blut umherfuhr. Darunter die Limousine von König Edward VIII., der Safar-Touren-Wagen von König George V. und das Gefährt von Königin Elizabeth („Queen Mum“). Auch der ikonische, blaue Rolls-Royce von Rennfahrer Malcom Campbell, der Rolls-Royce aus dem Kultfilm „Lawrence von Arabien“ sowie das Privatfahrzeug von Unternehmensgründer F.H. Royce können Sie hier besichtigen. Allesamt stehen sie hier im Museum gut poliert und so, wie sie nach den individuellen Wünschen der damaligen Besitzer gebaut wurden.

Besuchertipp: Tee trinken im „Tea Room“

Ganz nach britischer Manier können Besucher im zweiten Obergeschoss eine Tasse frischen Tee genießen: Im „Tea Room“ des Museums nehmen Sie auf Möbeln aus Rosenholz Platz, die genauso gut gepflegt sind wie die Felgen der Fahrzeuge. Umgeben sind Sie dabei von seltenen Motorrädern und Originalteilen von Rolls-Royce sowie großen Vitrinen voll mit kostbarem Tafelgeschirr im Stile der 1920er- und 1930er-Jahre. Somit wird der Ausflug ins Museum auch gleich zu einem Ausflug ins vergangene Jahrhundert.

Rolls-Royce-Museum

Gütle 11a
6850 Dornbirn

Telefon +43 5572 52652

Webseite http://www.rolls-royce-museum.at/home/

täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet

Winterpause 1.12 bis 25.12 und 7.1. bis 31.1.