Ausstellung vom 26. März bis 6. Juni 1999
täglich außer Montag 10.00 - 12.00 und 14.00 - 17.00
STADTMUSEUM LINDAU
Marktplatz 6

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ALFRED KUBIN
Die andere Seite

Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik
aus der Sammlung Otto Mauer

Alfred Kubin (1877 - 1959), ein Künstler zwischen den Zeiten in ständigem Wandel und Aufbruch, ein genialer Zeichner, der Unsichtbares sichtbar formuliert. Er hat wie kaum jemand die Zeitenwenden empfunden.
Seine figürliche Formensprache, seine Zeichnung blieben weitgehend der Tradition verpflichtet, ja behielten Elemente des 19. Jahrhunderts bei. Gleichzeitig aber ist sein Werk geprägt von der Auseinandersetzung mit der Philosophie seiner Zeit. In ihr fand Kubin seine eigene innere Zerrissenheit wieder, seine Verzweiflung, die ihn das Ende des zweiten Jahrtausends lange schon empfinden ließ.


Mit 183 Blättern umfaßt die Ausstellung das gesamte Spektrum seines Schaffens, seines Denkens und Fühlens, seiner Ängste und Ahnungen, angefangen bei den frühen Blättern "Des Menschen Schicksal" und "Stunde der Geburt" (1903), der Feder-Tusch-Zeichnung "Fahrt in die neue Zeit" (1914) bis zur Folge "Ein neuer Totentanz" (1947) und dem 1955 in Tusche, Feder und Aquarell entstandenen Werk "Herbststimmung".

Die Sammlung Otto Mauer, der über Jahre bis zu dessen Tod mit Alfred Kubin eng befreundet gewesen ist, ist nicht nur eine der umfangreichsten, sondern auch der bedeutendsten Sammlungen des zeichnerischen Werks von Kubin.

Am Ostersonntag, Pfingstsonntag, Fronleichnam und 1. Mai geschlossen,
Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag und Himmelfahrt geöffnet.