Lindau am Bodensee und das nahe Umland bieten vor allem im Sommer viel Kultur: Bei nicht einmal 25.000 Einwohnern finden sich hier nicht nur das Stadtmuseum mit der Ehemals Reichsstädtischen Bibliothek und das Friedensmuseum „friedens räume“, sondern ganz in der Nähe auch das bedeutendste Museum für die Luftschifffahrt weltweit: das Zeppelin-Museum.

Museen in Lindau am Bodensee

Klar, Lindau hat haufenweise Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung, den Bodensee direkt vor der Haustür und eine geschichtsträchtige Altstadt – aber Museen? Kultur-Fans bringen die schöne Stadt am Bodensee schon lange mit ihren Museen in Verbindung, vor allem wegen der Sonderausstellungen von April bis August.

Schon allein das Stadtmuseum wäre eine Reise wert: Das barocke „Haus zum Cavazzen“ am Lindauer Marktplatz stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und dient seit 1929 als Stadtmuseum. Davor diente das Alte Rathaus als Museum, das heute wiederum die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek beherbergt:

Eine gewaltige Sammlung von 13.000 historischen Büchern, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und nur vom Alter des 1422 erbauten Rathauses selbst übertroffen werden. Noch bis 2013 verstaubte dieser Schatz in den Archiven des Rathauses, heute ist er in einer speziell klimatisierten Glaskammer wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Luftschifffahrt am Bodensee

Eher auf die jüngere Zeit und die Zukunft ausgerichtet ist dagegen das Zeppelin Museum in Friedrichshafen – weniger als eine halbe Stunde Fahrtzeit mit Auto oder Zug von Lindau entfernt. Hier präsentiert sich eine der wichtigsten Sammlungen zur Luftschifffahrt auf der ganzen Welt und in Friedrichshafen startet auch der beliebte Zeppelin-Rundflug um den Bodensee.

Aber auch, wer mehr Kunst als Technik und Naturwissenschaften in einem Museum schätzt, kommt hier auf seine Kosten. Das Zeppelin-Museum beherbergt ständig wechselnde Kunst-Sammlungen, die es immer auch in Relation zu den technischen Fortschritten der jeweiligen Ära in Beziehung bringt. Außerdem findet sich hier das Archiv der Arbeiten des bedeutenden Fotografen Andreas Feininger – eine Wundertüte für Fotografie-Historiker.