Erste deutsche Insel mit Physical Web

Presseinformation 07. Juni 2017

Physical Web Lindau | Lindau TourismusLindau Tourismus informiert Touristen und Einheimische ab jetzt digital und ortsbezogen.

Ab dem 07. Juni 2017 können Gäste und Einheimische Lindaus Sehenswürdigkeiten mit ihrem Smartphone auf eine neue Art und Weise entdecken. Zusammen mit dem Bamberger Start-up „Rakete 7“ hat Lindau Tourismus rund 50 kleine sogenannte „Beacons“ an besonderen Orten der Stadt angebracht. Dank ihnen empfangen Interessierte in ihrem Umfeld auf Wunsch standortspezifische, touristische Informationen. Die Inhalte des „Physical Web Lindau“ kann jeder Besitzer eines Smartphones oder Tablets abrufen – ohne dafür eine App zu installieren. Die Insel- und Gartenstadt Lindau ist damit, soweit bekannt, die erste deutsche Insel, sehr wahrscheinlich sogar die erste deutsche Stadt mit touristischem Physical Web.

Digitalisierung in immer mehr Lebensbereichen, „Beacons“ und nun auch ein
„Physical Web“ – was im ersten Moment möglicherweise anstrengend und kompliziert erscheint, ist tatsächlich eine bewusste Vereinfachung. Beim „Internet der Dinge“ geht es nämlich darum, Informationsaustausch unkomplizierter zu gestalten. Es handelt sich dabei um einen von Google entwickelten, offenen Ansatz, dessen Grundgedanke es ist, dass Dinge – egal ob etwa Gegenstände, Orte oder Gebäude – direkt mit den Nutzern kommunizieren können. Anstatt also im Internet nach Informationen über ein Objekt zu suchen, sendet das jeweilige Objekt dem Nutzer diese direkt zu. So liefert zum Beispiel ein Kinoplakat dem Betrachter auf Wunsch auch den Trailer, eine Bushaltestelle stellt die Abfahrtszeiten der Busse digital am Smartphone zur Verfügung oder der Lindauer Mangturm sendet dem Touristen, der vor ihm steht, eine kurze Info zu seiner Geschichte und den Zeiten der Märchenstunden. Und genau letzteres ist ab 07. Juni in Lindau möglich.

Physical Web LindauDigitaler Stadtrundgang: Lindau mit dem Smartphone entdecken
Mit dem Physical Web können Touristen unterwegs schnell und einfach Wissenswertes zu Lindaus Sehenswürdigkeiten erfahren, denn sie bekommen auf Wunsch Informationen zu Objekten in ihrer Nähe auf ihrem Smartphone angezeigt. Zusammen mit dem Bamberger Start-up „Rakete 7“ hat Lindau Tourismus dazu rund 50 sogenannte „Beacons“ – das sind kleine, energieeffiziente Geräte – in der Nähe besonderer Lindauer Orte befestigt und mit individuell zusammengestellten Inhalten befüllt. Angebracht zum Beispiel in Schaufenstern oder Schaukästen, bilden sie die Basis für das „Physical Web Lindau“. Neben klassischen Sehenswürdigkeiten wie dem Stadtmuseum, das aktuell über Paul Klee informiert, ist etwa auch die Umgebung der Eilguthalle, die über den Rheindamm berichtet, oder die Aussichtsplattform am Neuen Leuchtturm, die verrät welche Berge von hier aus zu sehen sind, Teil des Physical Webs.

Lindauer Gäste direkt vor Ort informieren
Um das „Physical Web Lindau“ bekannt zu machen, werben in Kürze ziegelrote Flyer und Plakate für das neue Angebot von Lindau Tourismus. Als Anreiz, die Hemmschwelle der ersten Nutzung zu überwinden, verlosen die Lindauer Touristiker zudem einen Zeppelinflug unter den Nutzern. „Haben die Lindauer und ihre Gäste das Physical Web erst einmal verwendet, werden sie die Vorteile rasch überzeugen“, ist sich Projektleiterin Kathrin Haas von Lindau Tourismus sicher. „Es ist neu und innovativ, aber vor allem auch einfach und praktisch“, so Haas, die das Projekt zusammen mit „Rakete 7“ umgesetzt hat. Auch Carsten Holz sieht großen Nutzen im „Physical Web Lindau“: „Wir können Gästen und Einheimischen über diesen Weg gute Informationen mit Mehrwert zur Verfügung stellen – und zwar gezielt an den Standorten, an welchen sie diese nutzen“, erklärt der Geschäftsführer von Lindau Tourismus. Das Physical Web ist damit eine ideale Ergänzung zu Printprodukten wie dem Nachhaltigen Lindau Reiseführer, in dem Wissenswertes zur Region ortsunabhängig – z.B. vor oder nach der Reise – noch einmal nachgelesen werden kann.

Wie funktioniert das Physical Web nun genau?
Die Idee des Physical Web ist es, dass jeder Ort oder Gegenstand eine eigene kleine Webseite hat, die in dessen Nähe zur Verfügung steht. Diese Webseite ist mittels der angesprochenen Beacons mit dem jeweiligen Ort oder Gegenstand verknüpft. Die kleinen energieeffizienten Sender (Größe: ca. 7 x 7 x 2cm) basieren auf der sogenannten „Bluetooth Low Energy“-Technologie. Befindet sich ein Nutzer in Reichweite, zeigt ihm sein Smartphone eine Liste, der vor Ort verfügbaren Webseiten. Sie erscheinen mit einem „Physical Web Symbol“ gekennzeichnet am Handydisplay und kündigen ihren Inhalt durch einen kurzen Titel an. Möchte der Nutzer mehr über eine Sache erfahren, klickt er einfach darauf und die Seite des Physical Webs öffnet sich. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern gibt es hier: www.lindau.de/physical-web

Ansichtsbeispiel Physical Web Lindau auf dem Smartphone | Lindau TourismusDas Besondere: Das Physical Web benötigt keine App
Da jedes Smartphone eine Webseite aufrufen kann, wird für die Inhalte des Physical Web keine spezielle App benötigt. Das ist der essentielle Unterschied zu bisher verwendeten Systemen. Nur bei iOS-Geräten ist derzeit noch die einmalige Installation des Browsers „Google Chrome“ nötig – über den App Store ist dieser jedoch auch auf Apple-Produkten ganz normal und kostenlos downloadbar. Personenbezogene Daten werden im Übrigen weder an die Beacons noch an die Server von Google weitergegeben.

Über „Rakete 7“
Das Bamberger IT-Start-up „Rakete 7“ wurde von den gebürtigen Oberfranken
Manuel Heidrich und Ralph Cibis gegründet. Die beiden Jungunternehmer lernten sich während des Studiums (Computing in the Humanities bzw. Angewandte Informatik) kennen und merkten schnell, dass sie gut zusammenarbeiten können. Nachdem sie sich bereits an der Vermarktung der einen oder anderen App versucht hatten und parallel in der IT-Industrie tätig waren, entstand schließlich die Idee zu „Rakete 7“. Sie bekamen die Gelegenheit, sie vor den Gesellschaftern und Investoren der Bamberger Agentur „Fewclicks“ vorzustellen und gründeten bereits wenig später ihr eigenes Unternehmen. Dort arbeiten Heidrich und Cibis derzeit an der Entwicklung eines Content- und Location-Management-Systems für das Physical Web namens „Substance“. Die „7“ im Name von „Rakete 7“ steht im Übrigen für Bamberg, das wie Rom auf sieben Hügeln gebaut wurde. Mehr zu Rakete 7

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Diese Presseinformation als Word und PDF sowie eine Auswahl an Pressebildern können Sie mit dem Presseordner: Physical Web für Lindau schnell und einfach downloaden.


Pressekontakt

Lindau Tourismus und Kongress GmbH
Magdalena Konnerth
Tel.: +49 8382 2600 22
E-Mail: magdalena.konnerth@lindau-tourismus.de
Alfred-Nobel-Platz 1
D-88131 Lindau im Bodensee


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