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Malerei und Plastik des 15. Jahrhunderts |
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Zu den wertvollsten Stücken im Besitz des Stadtmuseums zählt die "Lindauer Beweinung" (um 1420). Das gotische Tafelbild zeigt im Bildzentrum den Leichnam Christi als Schmerzensmann bzw. Erbärmdechristus im Sarg mit den Zeichen der erlittenen Passion und dem anschließenden Kreuzestod, Dornenkrone, Geißelwunden, Wundmale an den Händen und Seitenwunde. Die Beweinung Christi mit Maria und Johannes (im ital. "Pietà") wird hier durch einen Engel ergänzt, weshalb es auch "Engelpietà" genannt wird. |
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Ebenfalls hervorzuheben ist die Gregorsmesse (um 1500). Im Mittelteil wird die Legende um Papst Gregor d. G. (um 540-604) geschildert, wonach bei einer Messe in S. Croce in Gerusalemme in Rom sich der Wein im Kelch in Blut verwandelt und auf dem Altar Christus als Schmerzensmann mit den Marterwerkzeugen im Sarg erscheint. Das rechte und linke Bildregister zeigt den Dominikanerabt St. Hermathus und die hl. Margarethe von Ungarn. Die Seitenflügel des vermutlich dreiflügeligen Bildes sind verloren gegangen. |
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| Das Stadtmuseum Lindau zeigt ein Kapitell aus der Jakobskapelle in Lindau aus dem 14. Jahrhundert. Der weibliche Kopf könnte eine Darstellung der Hl. Aurelia sein, die Schutzpatronin der Kirche, bevor sie dem hl. Jakob geweiht wurde. |
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In das 13. Jahrhundert datiert ein Kruzifix (Lindenholz, Arme, Füße, Beine und Kreuz ergänzt). Nur der Rumpf und der Kopf sind aus dieser Zeit. Der Kruzifixus folgt dem älteren Viernagel-Typus, bei dem die Füße nebeneinander auf das Kreuz genagelt sind, der Korpus sich durch eine gerade, kastenartige Ausarbeitung auszeichnet und das Lendentuch in flachen Faltenbahnen am Körper anliegt. |
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