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Es handelt sich nicht
um das Zimmer einer besonderen Zunft, vielmehr um die Zusammentragung von
Objekten der früheren acht Lindauer Zünfte. Der Raum wurde in der ersten
Hälfte des 20. Jahrhunderts den damaligen musealen Aspekten folgend in
historisierender Weise baulich verändert. Es wurde eine Holzbalkendecke
eingezogen, die wohl ins 16. Jahrhundert datiert, und eine Säule mit
Blattwerk- und Maskendekor des 16. Jahrhunderts vor dem Fenster aufgestellt,
die typisch für Lindauer Häuser ist. Zum Hof ist der Raum durch
Butzenscheiben abgeschlossen. Es sind u. a. die für die Zunftstube gedachten
Zeichen der Gewerke, Gesellenbriefe Lindauer Handwerker sowie Belege für das
Ansehen der verschiedenen Zünfte, wie ein Apothekermörser (1713) und eine
Glocke (1518), ausgestellt. |