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Zinn und Fayence |
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Das Stadtmuseum Lindau zeigt eine Auswahl an deutschen Fayencen des 17. und 18. Jahrhunderts. Besonders schön sind die Birnen- und Walzenkrüge in Scharffeuerfarben und Blaumalerei von Künersberg, aus Hanau, Frankfurt, Schrattenhofen, Ansbach, Nürnberg sowie die Fächerplatten aus Frankfurt und anderen fränkischen Fabriken. Daneben wird deutsches Steingut in der Nachfolge des englischen Wedgwoodsteingutes ausgestellt. Meist stammt es aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und hat einen farbigen Kupferstichüberdruck. Hergestellt wurden diese u.a. in Schrammberg, Witteburg, Hirschau und Bodenbach. |
| Die Blütezeit des in Lindau schon immer bodenständigen Zinngießergewerbes fällt in das 18. Jahrhundert. 34 Lindauer Zinngießer sind bekannt, deren Namen bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts reichen. Bereits um 1500 ist in Lindau eine Zinnordnung überliefert, die das Verhältnis der Mischung von Zinn und Blei festlegt. Das Stadtmuseum Lindau besitzt eine Reihe sog. Schleifkannen, welche die Zünfte zum Ausschank von Wein benutzten. |
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