zurück aus Lindauer Kirchen
 
Das Stadtmuseum Lindau beherbergt Stücke aus Lindauer Kirchen bzw. solche, die eng mit deren Geschichte verbunden sind. In der Nacht vom 16. zum 17. Februar 1728 zerstörte ein verheerender Brand das gesamte Stiftsviertel und die Häuser am heutigen Marktplatz. Das Ölgemälde eines unbekannten Malers (nach 1747) zeigt den Wiederaufbau der Stiftskirche durch die Lindauer Bürgerschaft. Die Inschrift gibt Auskunft darüber, dass der Aufbau unter der Fürstäbtissin Theresia Wilhelmina Polheim begonnen wurde.

 
Am 25./26. Januar 1922 vernichtete ein Brand des Langhausdaches u. a. das wertvolle Deckengemälde Appianis, eine Darstellung der Himmelfahrt Mariens, welches 1925 von dem Münchener Akademieprofessor Waldemar Kolmsberger in vereinfachter Komposition und unter Weglassung der Scheinarchitektur rekonstruiert wurde. Die Entwurfszeichnungen Kolmsbergers von 1924 sind im Stadtmuseum Lindau zu besichtigen.
 

Dieses neubarocke Werk wurde 62 Jahre später zerstört, als in der Nacht vom 27. zum 28. September 1987 die Decke des Langhauses aufgrund von Konstruktionsfehlern einstürzte. Bei der anschließenden  Renovierung der Stiftskirche wurden die Originalfiguren der Maria und des Hl. Michael (um 1753) an den Giebeln durch Kopien ersetzt, restauriert und im Sommer 1994 dem Stadtmuseum Lindau übergeben.

Die evangelische Kirche St. Stephan in Lindau stellte dem Stadtmuseum sowohl eine Tauf- und Abendmahlskanne aus dem Jahr 1693 als auch Abendmahlsgerät aus der zweiten Hälfte des 18. Jh. als Leihgabe zur Verfügung.
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