Mangturm ist nur im Rahmen der Märchenstunden begehbar

Märchenstunden finden aufgrund der Covid-19 Pandemie bis auf Weiteres nicht statt

Wenn die Sonne auf sein bunt gedecktes Dach scheint und das gelbe Obergeschoss weithin sichtbar strahlt, dann mutet er fast wie ein zweiter Leuchtturm an – der Mangturm an der Hafenpromenade.  Und tatsächlich wurde der quadratische Steinbau im 12. Jahrhundert als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung errichtet.

Mangturm diente als Leuchtturm

„Zu Schutz und Trutz des Seehafens – ein kräftiges Wahrzeichen der ehemaligen freien Reichsstadt Lindau“, so steht es an der Wand des Baus. Imposante 20 Meter hoch und versehen mit Schießscharten war der Turm früher noch von Wasser umgeben und nur über eine Zugbrücke erreichbar – ein perfekter Beobachtungsposten am Endpunkt der Stadtmauer, zu der auch die beiden Nachbartürme des Fischerviertels, der Peters- und der Diebsturm gehörten.

Erst als 1856 Lindaus neuer Leuchtturm fertiggestellt wurde, verlor der Mangturm seine Funktion als Signal- und Beobachtungsposten. Er wurde um ein Geschoss aufgestockt und mit den markanten, glasierten Ziegeln gedeckt, die ihn heute zu einem beliebten Fotomotiv machen. Auf vielen Bildern dürfte auch ein langer, blonder Zopf zu sehen sein, der aus einer der Schießscharten herabgelassen wird – ein Hinweis auf Rapunzel und damit die Märchenstunden, die häufig in dem historischen Bauwerk stattfinden. Wer den Geschichten lauschen oder einfach nur den wunderbaren Blick genießen will, muss natürlich erst die 89 Stufen in die Turmstube erklimmen.

Woher der Name Mangturm kommt

Die Benennung des mittelalterlichen Mangturms lässt auf ein ehemaliges Bauwerk in seiner Nachbarschaft schließen: das Tuch- und Mangenhaus. So hießen im Mittelalter die Lagerhäuser der Tuchmacherzunft. Der Name Mangenhaus stammt also von Mange bzw. Mangel ab – der Glättmaschine der Färber.

Der Mangturm ist nur im Rahmen der Märchenstunden von innen begehbar.


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Mangturm ist nur im Rahmen der Märchenstunden begehbar

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