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Unter dem Titel „Die Kunst des Übergangs“ stellt die Lindauer Künstlerin Katya Dronova vom 18. Juli bis zum 30. August 2020 einige ihrer Werke im „Kunstmuseum – Atelier im Innenhof“ aus. Der Pop-Up Ausstellungsraum befindet sich direkt neben dem Kunstmuseum Lindau. Hauptmotiv der Werke ist die alte Lindauer Fußgängerbrücke  am Bahnhof, der sogenannte „Ho-Chi-Minh-Pfad“.

 

Das Motiv: Ho-Chi-Min-Pfad

Fast zwei Jahre hat die Malerin Katya Dronova sich mit ein und demselben Motiv beschäftigt – mit der Bahnbrücke, welche die Hintere Insel und den Bahnhofplatz verbindet. 18 Ölgemälde sind dabei entstanden; sie zeigen die Brücke in unterschiedlichem Licht, aus verschiedenen Perspektiven, mal in einer hell-leuchtenden Farbigkeit, dann kühl und ganz graphisch.

Die Künstlerin ist jeden Tag, zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten über die Brücke gegangen und hat dabei festgestellt, „wie unterschiedlich sie Brücke erscheint“. Sie ist blendend, voller Schatten, dann düster, unwirtlich, mystisch beleuchtet von elektrischem Licht oder im Nebel ertrinkend.“ Weil sie bei Regen und Schnee oft rutschig und schwer passierbar ist, tauften die Lindauer das Bauwerk auf den Namen „Ho-Chi-Min-Pfad“.

Die Künstlerin: Katya Dronova

Die Malerin Katya Dronova kommt ursprünglich aus Russland und studierte Bildende Kunst an der Sordino-Kunstakademie in Moskau, Fachbereich Malerei. Für sie hat die Brücke auch eine symbolische Bedeutung: „Lange Zeit nagte an mir der Umzug von Moskau nach Lindau, und ich stellte fest, dass ich mehrere Jahre auf der Brücke gestanden hatte, ohne mich zu bewegen – zwischen zwei Realitäten, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft. Mir wurde klar, dass ich vorwärts gehen musste ohne zurückzuschauen, um inneren Frieden und Harmonie zu erreichen. Dies war ein Anstoß zum Malen dieser Bilder.“

 

Faszinierende Perspektiven

Um tiefer in die Geschichte der Brüche eintauchen zu können, nahm Katya Dronova Kontakt mit dem Stadtarchivar Heiner Stauder und mit Stefan Stern vom Verein „Eisenbahn und Schifffahrtsmuseum“ Kontakt auf und bekam Zugang zu spannendem Archivmaterial – ein Teil der Dokumente wird auch in der Ausstellung zu sehen sein. Zudem beschreitet die Künstlerin noch einen weiteren Weg, um sich der „Kunst des Übergangs“ zu nähern: Gemeinsam mit der Theatergruppe Partout dreht sie Video-Sequenzen auf der Brücke, die das Thema noch einmal ganz anders beleuchten.

Letztendlich ist es der Initiative von Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn und seinem Team zu verdanken, dass die Werkschau in den kommenden Wochen zu sehen sein wird: Das Kunstmuseum öffnet hierfür seinen Raum, der eigentlich für die Kunstvermittlung vorgesehen ist. Weil derzeit Corona bedingt keine Workshops stattfinden dürfen, wurde das „Atelier im Innenhof“ vorübergehend zum Ausstellungsraum umgewidmet und ein zeitgemäßer, temporärer Kunstraum geschaffen.

Informationen zur Ausstellung

  • 19. Juli bis 30. August 2020
  • donnerstags und freitags: 14:00 bis 18:00 Uhr
  • samstags und sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr
  • Eintritt frei

Bitte beachten Sie, dass Sie die Besucher-Anzahl beschränkt ist, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes verpflichtend ist und der Mindestabstand eingehalten werden muss.

Adresse

Kunstmuseum – Atelier im Innenhof Maximilianstraße 52 88131 Lindau
Webseite: E-Mail: dronova@yandex.ru

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