Vom 23. November 2019 bis zum 2. Februar 2020 zeigt das Kunstmuseum Lindau drei Werkgruppen des Künstlers Stephan Huber unter dem Titel „Der müde Kasperl und die Kartografie“.

In den letzten Jahren sind in das Zentrum seines künstlerischen Schaffens diese drei Werkgruppen gerückt: weiße Bergskulpturen, neu zusammengesetzte Landkarten und Filme von Kasperltheatern, die grundlegende Fragen des Lebens beleuchten.

„Es gibt keinen Gegenstand in meinem Werk, der nicht irgendwie an meine Biographie geknüpft ist“, erklärt Künstler Stephan Huber seine Kunst.

Stephan Huber ist 1952 in Lindenberg im Landkreis Lindau geboren und lebt und arbeitet heute in München. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste in München und war dort von 2004 bis 2017 Professor für Bildhauerei. Seine Werke zeigte er bereits auf der documenta 8 1987, auf der Biennale 1999 in Venedig und in zahlreichen renommierten Ausstellungshäusern.

Sonderausstellung: Der müde Kasperl und die Kartografie

Im 2019 neu eröffneten Kunstmuseum am Inselbahnhof in Lindau wird er der erste zeitgenössische Künstler sein, der in den neuen Räumlichkeiten ausstellt. Dort werden drei zwei-Meter-große Bergskulpturen „Antelao“, der Doppelblock „Tre Cime“ und „Watzmann“, gemeinsam mit einer Reihe kleinerer Berge zu sehen sein.  Ebenso werden seine Werke der Kartografie gezeigt, die die Welt nicht abbilden, sondern interpretieren. Ausgestellt werden rund 15 großformatige Karten, darunter auch eine neue Karte des Bodensees. Außerdem wird ein großer Globus zu sehen sein, der den mit den Augen des Künstlers gesehenen Zustand der Welt zeigt. Erstmalig in Deutschland präsentiert das Kunstmuseum Lindau Hubers neue runde Landkarten aus den Jahren 2018 und 2019.

Drei Filme von Puppentheatern werden in Lindau vorgeführt: das Handpuppentheater „Kasperl ist krank“ sowie die zwei Marionettentheater „Leibniz‘ Lust und Teufels Tod“ und „Love & Peace“. Dort verbindet Huber volkstümliches Marionettentheater mit philosophischen Fragestellungen.

Durch Hubers gesamtes Werk zieht sich ein autobiographischer Ansatz. Die kulturelle, geographische, intellektuelle und soziale Prägung seines Lebens schreibt sich in seine Arbeiten ein. So inspirieren ihn seine Allgäuer Herkunft mit dem allgegenwärtigen Blick auf die Berge, die Inszenierungswucht katholischer Hochfeste, die Bildopulenz des volkskunsthaften Barocks sowie die Ideen der 68er-Jahre. Der Künstler lotet mittels verschiedener Medien und Perspektivwechsel seine Verortung in der Welt aus und verweist mit seinem Werk auf ein Kernthema des modernen Menschen in einer globalisierten Welt.

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung ist vom 23. November 2019 bis zum 02. Februar 2020, jeweils Mittwoch bis Sonntag von 11:00 bis 17:00 Uhr im Kunstmuseum am Inselbahnhof (Maximilianstraße 52) zu sehen. An den Weihnachten (24. und 25.12.2019) und am 1. Januar 2020 ist die Ausstellung geschlossen.

Eintrittspreis
3,00 € für Erwachsene
2,00 € ermäßigter Eintritt

Öffentliche Führungen
Samstag und Sonntag: 14:30 Uhr
3,00 € pro Person zzgl. Eintritt