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Mit Werken von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Otto Modersohn (1865-1943) präsentiert das Kunstmuseum Lindau vom 15. Mai bis 27. September 2020 als Kulturhighlight 2020 das bedeutendste deutsche Künstlerpaar des frühen 20. Jahrhunderts. Die Schau führt das faszinierende Thema von Liebe und Kunst im Aufbruch zur Moderne vor Augen.

Hochkarätige Schau mit internationaler Strahlkraft

Anhand ausgewählter Werke aus Privatsammlungen, Kunststiftungen und Museen werden Arbeiten zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten in einen spannenden Dialog gebracht. Zudem wird in der Lindauer Ausstellungsserie auch erstmals eine bahnbrechende Künstlerin als Protagonistin der Moderne in den Blick genommen. Die Ausstellung beleuchtet, wie außergewöhnlich modern diese Künstlerbeziehung für die Zeit um 1900 war. Sie zeigt, wie Otto und Paula vor ein- und demselben Motiv zu ähnlichen oder sehr individuellen Bildlösungen fanden, wie sie voneinander lernten, die Werke des anderen kritisch in den Blick nahmen oder ganz eigenständige Wege gingen. So wird eindrucksvoll illustriert, wie es beiden in der Kunst und im Leben immer wieder gelang, den unvermeidlichen, den Umständen der Zeit geschuldeten Herausforderungen mutig zu begegnen, bevor Paula 1907 im Alter von nur 31 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Schaffensjahre frühzeitig verstarb.

Die Lindauer Ausstellung wird unterstützt durch die Paula-Modersohn-Becker-Stiftung in Bremen und die Otto-Modersohn-Stiftung in Fischerhude. Werke der beiden Künstler waren in den vergangenen Jahren an großen, internationalen Häusern u.a. in Bremen, Paris, Karlsruhe und Hamburg zu sehen. Damit reiht sich Lindau auch 2020 mit einer hochkarätigen Schau in das überregionale Kunstgeschehen ein und wird zu einem wichtigen Anziehungspunkt für Kulturinteressierte aus nah und fern.

Fortschrittliches Künstlerpaar auf Augenhöhe

Otto Modersohn war bereits ein etablierter Landschaftsmaler und Hauptvertreter der Worpsweder Künstlerkolonie, als er die junge, lebensfrohe und hochtalentierte Paula Becker 1899 kennen lernte. Ihre ganz auf die Kunst ausgerichtete Ehe war von tiefer Zuneigung, großem gegenseitigen Respekt und einem intensiven Austausch über künstlerische Themen geprägt. Sie teilten eine Vorliebe für die fortschrittliche Malerei der Franzosen und setzten diese jeweils unterschiedlich in ihren eigenen Bildern um. Während Otto nach dem Vorbild der französischen Freilichtmalerei großartige Stimmungsbilder der Natur malte und am liebsten in der ländlichen Abgeschiedenheit arbeitete, interessierte sich Paula vor allem für die Darstellung von Menschen im freien Umgang mit Farben und vereinfachten Formen. Auch sie schätzte die ruhevolle Landschaft um Worpswede. Doch immer wieder zog es sie fort in die pulsierende Kunstmetropole Paris, wo sie ihren Malstil weiterentwickelte und Meisterwerke der frühen Moderne schuf.

Paula Modersohn-Becker gilt als Pionierin der modernen Malerei, die selbstbewusst ihre einzigartige Bildsprache in einer von Männern dominierten Welt der Kunst entwickelte. Die Ausstellung wirft damit ein Licht auf die damalige Stellung der Frau und die Suche eines überraschend fortschrittlichen Paares nach einem sinn- und kunsterfüllten Leben auf Augenhöhe.

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung hat vom 15. Mai bis 27. September 2020, täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Eintrittspreis

  • 9,00 € Erwachsene
  • 3,50 € Ermäßigt (Schüler, Studenten, Azubis etc.)
  • 18,00 € Familienkarte
  • 3,00 € pro Schüler bei Schulklassen
  • Kinder bis 6 Jahre frei

Bitte beachten Sie, dass Sie die Besucher-Anzahl beschränkt ist, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend ist und der Mindestabstand eingehalten werden muss.

Audio-Guides können ausgeliehen werden.

Führungen und Workshops werden aktuell nicht angeboten.

Kontakt

Kunstmuseum am Inselbahnhof Maximilianstraße 52 88131 Lindau
Telefon: +49 8382 274747850 Webseite: E-Mail: museum@kultur-lindau.de

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