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Bürgerwerft als Zukunftsforum

Bürgerinnen und Bürger sollen Stadt mitgestalten

Die Stadt Lindau wird sämtliche Veranstaltungen, die sich an die Bürger richten, unter dem Namen „Bürgerwerft – Miteinander unsere Stadt gestalten“ zusammenfassen. Dies hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. 

Für die Bürgerwerft ist die Entwicklung der Stadt Lindau das gemeinsame Ziel. Unter diesem werden die verschiedensten Formate zusammengefasst: einfache Infoveranstaltung, Diskussionen, Workshops mit den unterschiedlichsten Angeboten (Open Space, World Cafe, Expertenhearing). „In einer Werft arbeiten verschiedenste Gewerke daran, entweder Schiffe zu bauen oder zu reparieren. Ziel: Alle Schiffe sollen (Boden-)-Seetauglich sein“, beschreibt Jürgen Widmer, Pressesprecher der Stadt, die Idee.

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Bürgerwerft

Stadt setzt auf persönliche Begegnung

„Dabei setzen wir auf direkte, persönliche Begegnung, statt auf digitale Auseinandersetzung“, so Widmer weiter. Gerade in den sozialen Netzwerken oder den Kommentarspalten im Internet entgleist die Diskussion immer wieder. Dies sorgt für eine zunehmende Spaltung in der Bevölkerung. „Beim ISEK oder zuletzt beim Workshop zur Hinteren Insel zeigte sich, dass sich mit den Bürgern hervorragende Lösungen erarbeiten lassen“, verweist Widmer auf erste Erfolge.

Die Ergebnisse des ISEKs und des Workshops werden aktuell in den Rahmenplan für die Hintere Insel eingearbeitet. „Wir haben eine lange Liste von Vorschlägen aus der Bürgerschaft bereits übernommen“, sagt Kay Koschka, Leiter der Stadtplanung. Zum Teil überschnitten sich diese mit den Ideen der Planer, teilweise ergänzten sie diese. „Das zeigt, dass wir hier nicht falsch lagen“, so Koschka.

Projektwerft kommt nach Lindau

Neben vielen bekannten Veranstaltungsformen wollen die Verantwortlichen auch einen neuen Baustein etablieren: die „Projektwerft“. Dieses Format existiert bereits seit Jahren höchst erfolgreich in Vorarlberg. Jetzt soll es auch in Lindau angeboten werden.

In der Projektwerft Lindau soll gemeinsam an gemeinwohlorientierten Projekten aus den verschiedensten Bereichen (Soziales, Gesundheit, Umwelt, Kultur, Bildung, Freizeit, Mobilität, Wirtschaft…) gearbeitet werden. „Vom Verein, der mehr Ehrenamtliche für sich gewinnen will oder der Kirchengemeinde, die sich fragt, wie es in der Jugendarbeit weitergehen könnte, bis hin zu städtischen Projekten, ist hier eine enorme Bandbreite möglich“, sagt Christian Bandte vom Kulturamt der Stadt, der einer der Initiatoren ist.

Die Abende werden jeweils moderiert. Mit einer kleinen Gruppe wird an einem Projekt in drei strukturierten Runden gearbeitet. Durch die verschiedenen Blickwinkel tauchen neue Möglichkeiten auf, können Hindernisse ausgeräumt werden und Klarheit für die nächsten Schritte entstehen. Diese Projektwerften sollen acht Mal im Jahr stattfinden. Treffpunkt ist jeweils in der Inselhalle. Die erste Werft startet am 11. Dezember um 17.30 Uhr.