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Klimaschutz in Lindau

 

1993 ist die Stadt Lindau dem Klimabündnis beigetreten und im Oktober 2003 behandelte der Bau- und Umweltausschuss den „Bericht zur Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der bioklimatischen und lufthygienischen Situation der Stadt Lindau". Mit dem Luftreinhalteplan Lindau 2005 wurden weitere Maßnahmen vorgelegt, die auf der Basis einer Verursacheranalyse in den Bereichen Verkehr, Heizungsanlagen und sonstigen Aktivitäten zur Umweltverbesserung und Nachhaltigkeit ansetzen. Der Luftreinhalteplan wurde im Dezember 2010 fortgeschrieben und kann hier eingesehen werden.

Im Februar 2007 hat das Stadtbauamt eine CO2-Minderungsstrategie für die Stadt Lindau vorgelegt. Als das BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) Anfang 2008 eine umfassende Klimaschutzinitiative gestartet hat, wurde ein Förderprogramm aufgelegt, das die Kommunen bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten unterstützt. Daraufhin hat im April 2009 der Bau- und Umweltausschuss den einstimmigen Beschluss zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes in Kooperation mit dem Landkreis Lindau gefasst. Ende 2009 stand die Förderung für dessen Erstellung durch das Bundesumweltministerium BMU fest.

Das Klimaschutzkonzept Lindau 2020 wurde Anfang 2012 einstimmig vom Stadtrat als Rahmenkonzept beschlossen. An seiner Erarbeitung war das Energieteam Lindau maßgeblich beteiligt. Unterstützt wurden Stadtbauamt und Energieteam Lindau von eza! (Energie- und Umweltzentrum Allgäu).

European Energy Award

Der European Energy Award, kurz EEA, ist ein europäisches Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Kommunen. Er dient der Steuerung und Kontrolle klimabedingter Aufgaben im kommunalen Bereich.

Die Bewertung erfolgt auf Basis eines Punktesystems. Es wird ermittelt, welchen Handlungsspielraum die Kommune im jeweiligen Maßnahmenbereich hat und wieviel sie von den maximal möglichen Maßnahmen bereits umgesetzt hat. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur die Bereiche bewertet werden, in welcher die Gemeinde auch Einfluss hat. Die Daten werden von eza! an die Bundesgeschäftsstelle European Energy Award in Berlin übermittelt.

Der EEA wird ab 50 % erfüllter Punkte und der EEA Gold ab 75 % verliehen. Die höchste Stufe ist der EEA Gold.

Am 30. Januar 2017 wurde der Stadt Lindau (B) in Kempten durch Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, offiziell der European Energy Award, verliehen.

Bild vergrößern: Verlehung EEA
Verlehung EEA: Am 30. Januar 2017 wurde der Stadt Lindau (B) in Kempten durch Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, offiziell der European Energy Award, verliehen.

Die Stadt Lindau nimmt seit Beginn des Jahres 2016 am EEA teil und erreichte auf Anhieb 63,2 % der maximal erreichbaren Punktzahl.

Als herausragende Leistungen wurden von der Bundesgeschäftsstelle European Energy Award in Berlin

  • das Energiepolitische Leitbild der Stadt Lindau (B) mit quantifizierten Zielen
  • die neutrale und kostenlose Energieberatung
  • der Verkauf von Ökostrom der Stadtwerke Lindau (B)
  • die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes mit Energie- und CO2 Bilanz sowie einer Potenzialabschätzung
  • das Klimafreundliche Lindauer Mobilitätskonzept mit Öffentlichkeitsbeteiligung
  • die Vorbildfunktion der Stadt und ihren Tochterunternehmen
  • das Integrierte Stadtentwicklungskonzept
  • sowie das Freiraumkonzept, welches einen wichtigen Beitrag zu den Klimafolgen und die Anpassung im Städtebau leistet

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