Direkt zu:

Pressemitteilung: Einzelhändler diskutieren über Potenziale und Zukunft des Lindauer Einzelhandels

Beim Einzelhandelsworkshop zeigte sich ein positives Gesamtbild des Lindauer Einzelhandels, die Händler sprachen darüber hinaus über Verbesserungspotenziale.

Am Donnerstag, 04. September fand in der Stadtverwaltung auf Einladung der Stadt eine Diskussionsrunde mit ca. 15 Lindauer Einzelhändlern statt. Ziel war, offen über mögliche Probleme und Potenziale zu diskutieren. Zu diesem Zweck hatte die Stadt Händler aus verschiedenen Bereichen, wie beispielsweise der Bekleidungs- und Bücherbranche aus den Stadteilen Aeschach, Reutin und der Insel eingeladen.

Die Teilnehmer wurden in einer offenen Runde von Herrn Hörmann, Projektleiter des Einzelhandelskonzeptes vom beauftragten Büro CIMA und Herrn Zöhler, Stadtplaner bei der Stadt Lindau befragt. Dabei entstand eine rege Diskussion über den Handelsstandort Lindau.

Bild vergrößern: Einzelhandel Workshop
Einzelhandel Workshop

Lindauer Einzelhandel steht im deutschlandweiten Vergleich sehr gut da

Besonders erwähnenswert ist, dass unabhängig von Branche und Standort des jeweiligen Geschäftes, die Einzelhändler über viele angesprochene Themen ähnlicher Meinung waren. Im deutschlandweiten Vergleich gehe es dem Lindauer Einzelhandel sehr gut. Bemängelt wurden jedoch die saisonalen Unterschiede von Sommer und Winter. Hier bestünde laut den Einzelhändlern noch Entwicklungspotenzial, wie zum Beispiel durch eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes auf die Tage Montag und Dienstag oder die ganzjährige Anfahrt der Lindauer Insel mit Schiffen, besonders aus der Schweiz kommend.

Dem Trend, dass Wohnungen nur im Sommer als Ferienwohnungen genutzt und im Winter leer stehen, müsse laut den Einzelhändlern entgegen gewirkt werden. Daniel Zöhler versicherte, dass dieses Problem durch die ISEK-Untersuchungen bereits bewusst sei und die Stadtplanung das Ziel verfolge, bei der Entwicklung der Hinteren Insel keine Ferienwohnungsquartiere zu schaffen. Junge Familien sollten auf die Insel ziehen und diese ganzjährig beleben.

Ein positiver Punkt ist laut Einzelhändlern auch der Wochenmarkt in Lindau-Aeschach. Damit können viele Anwohner ihren Bedarf an regionalen und frischen Lebensmitteln decken. Ebenso wird auch die REWE-Ansiedlung auf der Lindauer Insel für die Nahversorgung der Bürger positiv gesehen.

Fremdbild über Lindau sei besser als Wahrnehmung aus den eigenen Reihen

Viele vertraten die Meinung, dass das Fremdbild von Lindau oft viel besser sei, als die Wahrnehmung durch die eigenen Bürger. Speziell die Besucher der Insel berichten oft von dem einmaligen Einkaufserlebnis mit vielen kleinen Geschäften. Manche der Einzelhändler vertraten die Meinung, dass diese Vielfalt überhaupt erst durch den Lindaupark möglich wurde. Dieser sei sogar für Gewerbemietpreissenkungen auf der Insel mitverantwortlich und sorge dafür, dass sich kleine Läden mit individuellem Besatz ausbreiten konnten und heute für die Vielfalt sorgen, die die Insel braucht und ausmacht.

Kurzzeitparkplätze auf der Insel

Ein weiteres wichtiges Anliegen war den Einzelhändlern die Parkplatzsituation auf der Insel. Viele Kunden kämen mit dem Auto und seien so auf Kurzzeitparkplätze angewiesen. Die Parksituation auf der Insel wird deshalb auch ein wichtiges Thema im Klimafreundlichen Lindauer Mobilitätskonzept (KLiMo) sein, das zurzeit erarbeitet wird. Dort kommen auch kreative Ideen, wie eine Schiffsanbindung vom Festland auf die Insel, auf den Prüfstand.

Am Ende der Veranstaltung gaben die Einzelhändler den Organisatoren ein positives Feedback für den Diskussionsabend. Genauere Berichte über den Workshop und die Analyseergebnisse der CIMA werden bei der öffentlichen Informationsveranstaltung am 17.09.2015 um 18.30 Uhr im Alten Rathaus und beim Zwischenbericht im Stadtrat am 30.09.2015 vorgestellt.