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05.12.2018

Lindau in der Projektwerft gestalten

Am Montag, 11. Dezember, startet neue Form der Bürgerbeteiligung.

Die Stadt Lindau fasst ihre Veranstaltungen zur Bürgerinformation und -beteiligung unter dem Namen Bürgerwerft zusammen. In diesem Rahmen will sie auch eine neue Form etablieren: die Projektwerft. Zur ersten lädt sie am Dienstag, 11. Dezember, 17.30 Uhr, in die Inselhalle ein.

Die Grundidee Vorhaben und interessante Projekte aus Lindau und der Region durch neue Ideen und Sichtweisen zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Dazu sind Vereine ebenso eingeladen wie Bürgerinitiativen, Einzelpersonen und städtische Stellen.

Wie breit gefächert das Spektrum der Projekte sein kann, zeigt ein Blick nach Vorarlberg. Dort hat sich die „Projektschmiede“, wie es dort heißt, bereits fest etabliert. Vereine suchen nach Möglichkeiten zur Nachwuchsgewinnung, Kirchengemeinden entwickeln neue Ideen, aber auch die Arbeiterkammer oder das Vorarlbergmuseum gehen mit ihren Ideen in die Projektschmieden, um sich zusätzliche und Impulse zu holen. Die Liste ließe sich über viele engagierte Privatpersonen fortsetzen bis zum Olympiastützpunkt Vorarlberg oder Gemeinden, die Ihre Themen in diesem Rahmen durchdenken.

Auch Themen aus Lindau hatten dort bereits Platz: Beispielsweise die Frage nach einem Verkehrskonzept für die Insel oder nach der Projektwerft Lindau. Denn die Projektwerft macht nicht jeweils an der Gemeindegrenze halt. Vielmehr soll sie vernetztes Denken und Lernen über alle Grenzen hinweg fördern

Die Einen bringen sich mit ihrem Projekt und ihren Fragen ein, weil sie sich damit an einem Punkt befinden, wo ein frischer Blick und Querdenken entscheidende Impulse für das Weiterkommen geben können. Es geht um die Eröffnung neuer Perspektiven - die Freiheit der Entscheidung bleibt immer in der eigenen Verantwortung der Projektgeber.

Die Anderen kommen, um spannende Initiativen kennen zu lernen, mitzudenken und mit ihren Ideen Projekte zu unterstützen. Dabei ist keinerlei Vorbildung oder Spezialistentum gefragt, sondern vor allem der Wille mitzudenken und wohlwollend zu begleiten.

Begleitet wird der Nachmittag von gut ausgebildeten ModeratorInnen aus Lindau und der Region, die sich für Bürgerbeteiligung engagieren. Durch die methodisch klare Struktur sorgen sie dafür, zu möglichst hilfreichen Ergebnissen zu finden.

In kleinen Gruppen wird an den Projekten in drei aufeinander aufbauenden Runden gearbeitet: sich begegnen, einander zuhören, voneinander lernen. Durch die verschiedenen Blickwinke, tauchen neue Möglichkeiten auf, können Hindernisse ausgeräumt werden und Klarheit für die nächsten Schritte entstehen.

„Wir alle haben unsere beruflichen, wie privaten Erfahrungen, wissen Dinge, die vielleicht sonst niemand weiß, oder kennen jemanden, der oder die genau bei einem Projekt mit ins Boot geholt werden sollte. Diese Tipps erweisen sich oft als sehr wertvoll und können so viel zum Erfolg von Projekten beitragen“, sagt Christian Bandte, einer der Initiatoren für das neue Format.

Der Vorteil in der Projektwerft: Die Moderatorinnen und Moderatoren schaffen eine Atmosphäre, in der auch die Leisen gehört werden und zudem wertschätzend miteinander gesprochen wird.

Damit dies alles gelingt ist eine vorherige Anmeldung notwendig. Das geht ganz einfach über E-mail, direkt an: projektwerft@lindau.de Denn nur, wenn vorher klar ist, wie viele Projekte pro Abend bearbeitet werden und wie groß die Gesamtgruppe der Teilnehmenden ist, können die Organisatoren für den entsprechenden Rahmen sorgen, das Team entsprechend zusammenstellen und die Projektwerft optimal vorbereiten.

Auch für die erste Lindauer Projektwerft zeichnet sich bereits ab, dass das Spektrum der Projekte sehr weitgespannt ist. So will sich ein Projektgeber mit der Frage beschäftigen, wie Jugendliche besser an die Kommunalpolitik herangeführt werden können. Ein anderer stellt die Frage, wie das Hoyerbergschlössle genutzt werden könnte. In Zukunft werden auch immer wieder städtische Projekte und Fragestellungen in die Projektwerft kommen. „Ich sehe hier eine Chance, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Wissen zum Wohl der Stadt einbringen können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker, der an der ersten Projektwerft ebenfalls teilnehmen wird.

Ähnlich sehen dies auch Pro Lindau, die Spielbank und die Sparkasse, die sich finanziell für die Projektwerft engagieren.  Christian Bandte/JW

Kurzinfo:

Die erste Projektwerft findet am Dienstag, 11. Dezember, 17.30 Uhr, in der Inselhalle statt. Eine Anmeldung ist per Email unter projektwerft@lindau.de oder telefonisch unter 08382/918-102 möglich.

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