Hinter den dicken, ledernen Buchdeckeln verbergen sich die Geschichten längst vergangener Generationen: Ob abenteuerliche Reiseberichte über Amerika oder philosophische Betrachtungen, detaillierte Zeichnungen zur Behebung eines Leistenbruchs oder Ratschläge für Frauenzimmer: Die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek Lindau (ERB) im Alten Rathaus ist eine Schatzkammer voller Jahrhunderte altem Wissen.

13.000 historische Bücher

Es war Martin Luther, der 1524 die „Ratsherren aller Städte deutschen Landes“ aufforderte, „gutte librareyen odder bücher heuser“ zu schaffen – und am Bodensee fand sein Appell Gehör. 1538 wurde auf Drängen bildungshungriger und reformbegeisterter Lindauer die Rats‐ und Bürgerbibliothek eröffnet. Was mit wenigen hundert Büchern aus den Beständen des 1528 aufgelösten Franziskanerklosters begann, wuchs im Laufe der Jahrhunderte zur größten historischen Rats‐ und Bürgerbibliothek am nördlichen Seeufer heran – fast 13.000 historische Bände kamen durch Käufe der Stadtoberen sowie Schenkungen der Lindauer Bürger bis zum Ende der reichsstädtischen Autonomie Lindaus 1802 zusammen.

Die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek und ihre Schätze

Ob Naturgeschichte oder Alchimie, Dogmatik und Moral oder Zivil‐ und Kirchenrecht: In der Halle des 1422 erbauten Rathauses sind Zeugnisse lokaler, nationaler und internationaler Historie und Wissenschaft gesammelt. Auch rund 140 sehr wertvolle Wiegendrucke sowie ein koloriertes Exemplar der ersten vollständigen deutschen Bibelübersetzung Martin Luthers von 1534 gingen in den Besitz der Bibliothek über. Jahrzehntelang fristete sie ihr Dasein in unzugänglichem und feuchtem Gemäuer – bis zum Herbst 2013, als die neugestaltete ERB nach achtmonatiger Bauzeit vor begeisterten Gästen eröffnet wurde. Sorgfältig kategorisiert, aufgereiht in großen, schweren Holzregalen und gut geschützt durch einen riesigen klimastabilisierenden Glaskubus sind die meisten Bücher nun wieder öffentlich zugänglich.

Einige der historischen Schätze können natürlich auch ganz aus der Nähe betrachtet werden: In der Ausstellung liegen immer wieder wechselnde Bände zur Ansicht aus und eine Media‐Show zeigt Bilder wertvoller Exemplare. Eine ansprechend gestaltete Informationswand bietet zudem spannendes Hintergrundwissen zur Geschichte der Stadt, ihres Rathauses und natürlich der ERB.

Leider können empfindliche und alte Druckwerke nicht in Dauerausstellung gezeigt werden, ohne dass sie Schaden nehmen. Nach dem Reformationsjubiläum 2017 ruht sich die Lutherbibel nun für einige Jahre aus und ist daher derzeit nicht öffentlich zugänglich. Dafür werden wechselnd andere Schätze und Meilensteine der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte gezeigt, so z.B. bis 20. Oktober 2019 Werke zur Entstehung der Physik als Wissenschaft aus dem 16. Jahrhundert. Infos zu der Kabinettausstellung „Magnete, Luft und Kosmos“ finden Sie hier.

Ehemals Reichsstädtische Bibliothek (ERB)

Reichsplatz (EG des Alten Rathauses)
88131 Lindau

Telefon +49 8382 2775960

Fax +49 8382 277596849


Email stadtarchiv@lindau.de

07. April – 20. Oktober 2019
Mittwoch – Sonntag: 14:00 – 18:00 Uhr

Eintritt ist kostenlos

Karte

Kommende Veranstaltungen

Kabinettausstellung: Magnete, Luft und Kosmos

18. September um 14:00 / Wiederkehrende Veranstaltung + Google Karte

Die neue Kabinettausstellung in der ERB erzählt von den Anfängen der Naturbefragung durch das Experiment und dem Aufbruch der Physik zu neuen wissenschaftlichen Ufern. Gilberts Buch über Magnetismus aus dem Jahr 1600 gilt als die Geburtsurkunde der experimentellen Naturbeobachtung, Otto von Guerickes berühmtes Experiment mit den "Magdeburger Halbkugeln" vor dem Kaiser machte dem "Horror Vacui", dem Glauben an die Unmöglichkeit des Vakuums, nach 2000 Jahren öffentlich den Garaus und Keplers konsequent auf Beobachtungsdaten gegründete "Astronomia Nova" (neue Astronomie) trug entscheidend zur Verbreitung des neuen kopernikanischen Weltbildes bei, in welchem die Erde um die Sonne kreist. Um diese drei Werke herum erzählt die Ausstellung mit etlichen weiteren Erstausgaben und wertvollen Büchern der ERB aus dem 16. und 17. Jahrhundert Geschichten von der Geburt der modernen Naturwissenschaften. Prof. Dr. Burkhard Kümmerer von der TU Darmstadt hat zusammen mit ERB-Leiter Markus Breitwieser aus den Schätzen der ERB diese Meilensteine am Weg der Naturwissenschaften von der Spekulation zur wissenschaftlichen Beobachtung herausgesucht und ausgestellt. bis 20. Oktober Mittwoch bis Sonntag 14:00 bis 18:00 Eintritt frei

Kabinettausstellung: Magnete, Luft und Kosmos

19. September um 14:00 / Wiederkehrende Veranstaltung + Google Karte

Die neue Kabinettausstellung in der ERB erzählt von den Anfängen der Naturbefragung durch das Experiment und dem Aufbruch der Physik zu neuen wissenschaftlichen Ufern. Gilberts Buch über Magnetismus aus dem Jahr 1600 gilt als die Geburtsurkunde der experimentellen Naturbeobachtung, Otto von Guerickes berühmtes Experiment mit den "Magdeburger Halbkugeln" vor dem Kaiser machte dem "Horror Vacui", dem Glauben an die Unmöglichkeit des Vakuums, nach 2000 Jahren öffentlich den Garaus und Keplers konsequent auf Beobachtungsdaten gegründete "Astronomia Nova" (neue Astronomie) trug entscheidend zur Verbreitung des neuen kopernikanischen Weltbildes bei, in welchem die Erde um die Sonne kreist. Um diese drei Werke herum erzählt die Ausstellung mit etlichen weiteren Erstausgaben und wertvollen Büchern der ERB aus dem 16. und 17. Jahrhundert Geschichten von der Geburt der modernen Naturwissenschaften. Prof. Dr. Burkhard Kümmerer von der TU Darmstadt hat zusammen mit ERB-Leiter Markus Breitwieser aus den Schätzen der ERB diese Meilensteine am Weg der Naturwissenschaften von der Spekulation zur wissenschaftlichen Beobachtung herausgesucht und ausgestellt. bis 20. Oktober Mittwoch bis Sonntag 14:00 bis 18:00 Eintritt frei

Kabinettausstellung: Magnete, Luft und Kosmos

20. September um 14:00 / Wiederkehrende Veranstaltung + Google Karte

Die neue Kabinettausstellung in der ERB erzählt von den Anfängen der Naturbefragung durch das Experiment und dem Aufbruch der Physik zu neuen wissenschaftlichen Ufern. Gilberts Buch über Magnetismus aus dem Jahr 1600 gilt als die Geburtsurkunde der experimentellen Naturbeobachtung, Otto von Guerickes berühmtes Experiment mit den "Magdeburger Halbkugeln" vor dem Kaiser machte dem "Horror Vacui", dem Glauben an die Unmöglichkeit des Vakuums, nach 2000 Jahren öffentlich den Garaus und Keplers konsequent auf Beobachtungsdaten gegründete "Astronomia Nova" (neue Astronomie) trug entscheidend zur Verbreitung des neuen kopernikanischen Weltbildes bei, in welchem die Erde um die Sonne kreist. Um diese drei Werke herum erzählt die Ausstellung mit etlichen weiteren Erstausgaben und wertvollen Büchern der ERB aus dem 16. und 17. Jahrhundert Geschichten von der Geburt der modernen Naturwissenschaften. Prof. Dr. Burkhard Kümmerer von der TU Darmstadt hat zusammen mit ERB-Leiter Markus Breitwieser aus den Schätzen der ERB diese Meilensteine am Weg der Naturwissenschaften von der Spekulation zur wissenschaftlichen Beobachtung herausgesucht und ausgestellt. bis 20. Oktober Mittwoch bis Sonntag 14:00 bis 18:00 Eintritt frei

Kabinettausstellung: Magnete, Luft und Kosmos

21. September um 14:00 / Wiederkehrende Veranstaltung + Google Karte

Die neue Kabinettausstellung in der ERB erzählt von den Anfängen der Naturbefragung durch das Experiment und dem Aufbruch der Physik zu neuen wissenschaftlichen Ufern. Gilberts Buch über Magnetismus aus dem Jahr 1600 gilt als die Geburtsurkunde der experimentellen Naturbeobachtung, Otto von Guerickes berühmtes Experiment mit den "Magdeburger Halbkugeln" vor dem Kaiser machte dem "Horror Vacui", dem Glauben an die Unmöglichkeit des Vakuums, nach 2000 Jahren öffentlich den Garaus und Keplers konsequent auf Beobachtungsdaten gegründete "Astronomia Nova" (neue Astronomie) trug entscheidend zur Verbreitung des neuen kopernikanischen Weltbildes bei, in welchem die Erde um die Sonne kreist. Um diese drei Werke herum erzählt die Ausstellung mit etlichen weiteren Erstausgaben und wertvollen Büchern der ERB aus dem 16. und 17. Jahrhundert Geschichten von der Geburt der modernen Naturwissenschaften. Prof. Dr. Burkhard Kümmerer von der TU Darmstadt hat zusammen mit ERB-Leiter Markus Breitwieser aus den Schätzen der ERB diese Meilensteine am Weg der Naturwissenschaften von der Spekulation zur wissenschaftlichen Beobachtung herausgesucht und ausgestellt. bis 20. Oktober Mittwoch bis Sonntag 14:00 bis 18:00 Eintritt frei

Kabinettausstellung: Magnete, Luft und Kosmos

22. September um 14:00 / Wiederkehrende Veranstaltung + Google Karte

Die neue Kabinettausstellung in der ERB erzählt von den Anfängen der Naturbefragung durch das Experiment und dem Aufbruch der Physik zu neuen wissenschaftlichen Ufern. Gilberts Buch über Magnetismus aus dem Jahr 1600 gilt als die Geburtsurkunde der experimentellen Naturbeobachtung, Otto von Guerickes berühmtes Experiment mit den "Magdeburger Halbkugeln" vor dem Kaiser machte dem "Horror Vacui", dem Glauben an die Unmöglichkeit des Vakuums, nach 2000 Jahren öffentlich den Garaus und Keplers konsequent auf Beobachtungsdaten gegründete "Astronomia Nova" (neue Astronomie) trug entscheidend zur Verbreitung des neuen kopernikanischen Weltbildes bei, in welchem die Erde um die Sonne kreist. Um diese drei Werke herum erzählt die Ausstellung mit etlichen weiteren Erstausgaben und wertvollen Büchern der ERB aus dem 16. und 17. Jahrhundert Geschichten von der Geburt der modernen Naturwissenschaften. Prof. Dr. Burkhard Kümmerer von der TU Darmstadt hat zusammen mit ERB-Leiter Markus Breitwieser aus den Schätzen der ERB diese Meilensteine am Weg der Naturwissenschaften von der Spekulation zur wissenschaftlichen Beobachtung herausgesucht und ausgestellt. bis 20. Oktober Mittwoch bis Sonntag 14:00 bis 18:00 Eintritt frei